Zwei Füsse auf vier Beinen
Lässig steht Pferdetrainer Marc Lüdin auf seinem riesigen Shire Horse Sambo. Was aussieht wie ein Spiel ist mit viel Liebe und Geduld erarbeitet worden. Die beiden zeigen ihr Können während der Galashow BEA/PFERD in Bern.
(yw) Ohne zu zögern trottet der 1.90 Mater grosse Sambo frei neben seinem Besitzer Marc Lüdin her. Auf dem Sandviereck nimmt ihn sein junger Besitzer an die Doppellonge und fordert ihn auf, sich in allen Gangarten zu präsentieren. Das rund 800 Kilogramm schwere Shire Horse setzt sich in Bewegung und geniesst es offensichtlich, im Mittelpunkt zu stehen. "Er ist ein Schauspieler" meint Marc. Seit über vier Jahren sind die beiden ein Paar. "Ich wünschte mir ein grosses schwarzes Shire Horse mit vier weissen Beinen, das noch nicht angeritten war" erinnert sich der Horsemann. Sein Wunsch ging mit Sambo in Erfüllung. Das Pferd stammt aus England und kam über Holland in die Schweiz. "Es ist nicht einfach, ein Shire Horse zu finden", erklärt er. Die beiden haben eine Vorliebe fürs Schaureiten. "Bereits das Erscheinungsbild des mächtigen Sambo ist eine Show", lacht der Pferdetrainer. Doch die beiden können mehr, als sich nur präsentieren. Auf Befehl geht Sambo auf die Knie, setzt sich hin oder liegt sogar ganz flach auf den Boden. Marc Lüdin kann ihn ohne Sattel und Zaum reiten, steht auf dem Pferd oder baumelt kopfüber am Pferdehals. "Mein Traum ist, Sambo als berühmtes Schowpferd herauszubringen". Der erste Schritt dazu ist ihnen bereits gelungen. Die beiden nehmen wiederum an der diesjährigen Galashow der BEA PFERD teil. Neben Sambo trainiert Marc Lüdin noch mit anderen Pferden. "Vor allem so genannte Problempferde interessieren mich. Sie fordern mich heraus, immer wieder neue Lösungsansätze auszuprobieren".
Einem Grundsatz bleibt Marc Lüdin treu. "Ich will keine Gewalt bei der Ausbildung der Pferde anwenden" |